Lösung für Pescanova

Der im April letzten Jahres in die Insolvenz gegangene spanische Fischerei-Konzern Pescanova hat einem Angebot der bisherigen Minderheitsaktionäre Damm und Luxempart zur Aufstockung ihrer Anteile auf 30 Prozent zugestimmt. Der spanische Brauereikonzern Estrella Damm und die luxemburgische Finanzholding hatten zuvor ein Abkommen mit den Gläubigerbanken geschlossen. Das Angebot, dem das für das Insolvenzverfahren zuständige Handelsgericht im nordspanischen Pontevedra noch zustimmen muss, sieht eine Investition in Höhe von rund 150 Millionen Euro vor. Diese Finanzspritze wird größtenteils von den Banken geleistet, die künftig einen Anteil von mehr als 60 Prozent an dem in Nueva Pescanova umbenannten Konzern halten werden. Im Gegenzug verzichten die Gläubiger auf 60 bis 90 Prozent ihrer Forderungen. Deren Zustimmung gilt als gesichert. Minderheitsaktionäre, für die künftig nur noch ein Anteil von fünf bis sieben Prozent bleibt, haben ihren Widerstand gegen die „aggressiven“ Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Einen ausführlichen Bericht über die Entwicklungen bei Pescanova finden Sie im Forum Fisch & Seafood in der tk-report minus 18 April-Ausgabe, die am 11. April erscheint.   (März 2013, Autor: Uwe Scheele)