Ernährungsreport: Fleischkonsum sinkt


Das Ernährungsbewusstsein in Deutschland bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Das zeigt der „Ernährungsreport 2018“, den Bundesernährungsminister Christian Schmidt zum Jahresbeginn vorgestellt hat. Grundlage des Ernährungsreports 2018 ist wie schon 2015 und 2016 eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgerinnen und Bürgern über 14 Jahren. Der Umfrage zufolge geht der Fleischkonsum in Deutschland weiter zurück. Fleisch und Wurst verzehren nur noch 30 Prozent der Bundesbürger jeden Tag. Im Vergleich zu 2016, in dem noch 34 Prozent der Befragten angaben, täglich Fleisch zu essen, ist das ein Rückgang um vier Prozentpunkte. 

Die Nachfrage nach Fleisch aus artgerechter Haltung nimmt demgegenüber zu. Vielen Bundesbürgern ist es dem Ernährungsreport zufolge wichtig, dass die Tiere, deren Fleisch sie kaufen, unter guten Bedingungen gehalten werden. 79 Prozent der Befragten befürworten ein staatliches Tierwohl-Label und wollen dafür auch bezahlen: 90 Prozent wären bereit, einen höheren Preis für Lebensmittel zu bezahlen, wenn die Tiere besser gehalten werden als es das geltende Recht vorschreibt, sagt Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.

„Die meisten Verbraucher wollen es ganz genau wissen und interessieren sich für Herkunft, Herstellung und Zusammensetzung ihrer Lebensmittel“, so Schmidt. „Viele Menschen nehmen die Informationen zu Lebensmitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, bewusst zur Kenntnis und lassen diese dann auch in ihre Kaufentscheidung einfließen“, so der Minister. Dabei sei nicht nur die Verpackung wichtig. Etwa zwei Drittel der Befragten nutzen dem Bericht zufolge Informationen, die am Einkaufsort bereitstehen, immer mehr Menschen informieren sich aber auch digital: 42 Prozent der Befragten gaben an, sich via Online-Recherche über Lebensmittel zu informieren.

„Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, durch ihr Konsumverhalten mehr Verantwortung zu übernehmen“, sagt Schmidt und spricht sich für eine Stärkung des Themas im Unterricht aus. „Ernährungsbildung gehört fest verankert in die Stundenpläne, am besten als eigenes Schulfach“, fordert der Ernährungsminister.

In einem Punkt sind sich die Menschen in Deutschland dem Ernährungsreport zufolge aber zu 99 Prozent einig: Am wichtigsten ist, dass es gut schmeckt. Ebenfalls hohe Übereinstimmung herrsche bei 92 Prozent der Befragten im Hinblick auf eine gesunde Ernährung, heißt es.    (Ernährungsreport 2018     Quelle & Bild: BMEL    Januar 2018, Autor: Olaf Behnel)

 

 

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