Vier Pfoten fordert Haltungskennzeichnung

Die internationale Tierschutzstiftung Vier Pfoten hat ein Kennzeichnungsmodell für bessere Tierhaltungsbedingungen mit vier unterschiedlichen Stufen erarbeitet. „Nicht nur immer mehr Verbände, sondern vor allem die breite Öffentlichkeit verlangt mehr Transparenz beim Einkauf und bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere“, erläutert Ina Müller-Arnke, Agraringenieurin bei Vier Pfoten. „Der Handel hat auf den Wunsch der Verbraucher reagiert und arbeitet bereits an eigenen Standards. Insgesamt begrüßt Vier Pfoten diese Entwicklung, doch wir müssen immer wieder feststellen, dass die Kriterien, insbesondere in der Einstiegsstufe, noch zu schwach sind. Die verschiedenen Haltungsformen müssen sich deutlich gegeneinander abgrenzen. Eine höhere Stufe muss wirkliche Verbesserungen bringen, wie etwa die Freilandhaltung von Hühnern gegenüber der Bodenhaltung.“ Das von Vier Pfoten entwickelte Modell zur Haltungskennzeichnung definiert tierartspezifische Mindestanforderungen an die Haltung von Schweinen, Rindern und Geflügel analog zur bereits etablierten Eier-Kennzeichnung:

0: Tierhaltung nach den Vorgaben für ökologische Erzeugung/Bio
1: Tierhaltung mit Auslauf im Freien/Grünauslauf
2: Tierhaltung mit deutlich mehr Platz und Einstreu
3: Tierhaltung nach gesetzlichem Mindeststandard

Bei Vier Pfoten ist man überzeugt, dass bei der Umsetzung eines solchen Modells die Verbraucher mit ihrem Konsumverhalten ein deutliches Zeichen setzen würden. „Die Politik sollte eine verpflichtende Haltungskennzeichnung mit starken Kriterien einführen, die tatsächlich für mehr Tierwohl in deutschen Ställen sorgt“, so Müller-Arnke.   Foto: pixabay.de   (April 2018, Autor: Thomas Hillmann).   Quelle: Vier Pfoten

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