BMEL will Tierwohl-Label mit drei Stufen


Nachdem der Handel teilweise vorgeprescht ist, drückt jetzt auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beim Thema Tierwohl aufs Tempo. In Berlin legte sie die Eckpunkte für eine staatliche Tierwohlkennzeichnung vor, die drei Stufen umfasst. Die Eingangsstufe soll dabei eindeutig über dem gesetzlichen Standard („Initiative Tierwohl PLUS“) liegen. Eine umfassende Einbindung aller Vermarktungswege für Fleisch und Fleischerzeugnisse (Verarbeitungsprodukte) wird angestrebt, ebenso eine breite Beteiligung der ganzen Kette (u.a. Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und Verarbeiter), um ein hohes Maß an Wertschöpfung sicherzustellen. Ebenso wichtig sei die Mitnahme einer großen Anzahl von Landwirten, die mehr für das Tierwohl tun wollen, und insbesondere derjenigen, die bereits in der Brancheninitiative Tierwohl (ITW) engagiert sind.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit den Verbänden wichtige Fortschritte gemacht haben, um bald eine nationale – und damit automatisch freiwillige – Tierwohl-Kennzeichnung, aber mit verpflichtenden Kriterien einzuführen“, erklärte Klöckner. „So können wir auch ein Mehr an Tierwohl sichtbarer machen und den Verbrauchern eine verlässliche Orientierung geben, wieviel Tierwohl in den Produkten steckt. Die Verbraucher entscheiden an der Kasse mit, was ihnen Tierwohl wert ist. Der Einstieg sollte uns nun schnell gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen und nicht auf Zeit spielen.“ Darüber hinaus kündigte Klöckner an, sich bei der europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten dafür einsetzen zu wollen, eine umfassende Haltungskennzeichnung EU-weit einzuführen.   Foto & Quelle: BMEL   (Mai 2018, Autor: Thomas Hillmann)

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