Frühkartoffeljahr der Extreme


Für Niedersachsens Frühkartoffelanbauer ist eine Saison der Extreme zu Ende gegangen. Das trifft nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes sowohl für die Witterungsverhältnisse als auch den Markt zu. „Wir haben bei sehr niedrigen Temperaturen und vielen Niederschlägen die Pflanzarbeiten erledigen müssen, Dauerhitze und ausgeprägte Trockenheit haben uns über die gesamte Erntezeit begleitet“, schildert Henning Meyer, Vorsitzender der Frühkartoffel-Erzeugergemeinschaft im Raum Burgdorf in der Region Hannover. Auch die Bewegungen an den Märkten waren mit großen Ausschlägen verbunden. Die Ernte startete bei recht positiver Stimmung, es folgte ein Preisabschwung, der sich erst Ende Juli wieder drehte. „Wir Frühkartoffelanbauer haben von der Nachfrage der Verarbeitungsunternehmen profitiert“, schildert Meyer.

Den Frühkartoffelerzeugern setzte nach dem kalten Start in das Anbaujahr die Hitze ab Ende Mai zu. Die hohen Temperaturen verursachten kleinere Knollen und damit eine im Durchschnitt um rund ein Fünftel geringere Ernte als im Vorjahr. Zusätzlich waren große Beregnungsmengen notwendig, die die Erzeugungskosten zusätzlich in die Höhe trieben. „Nach einem schwierigen Jahr 2017 sorgte auch 2018 für erheblich Probleme“, zieht Meyer Bilanz. Er rechnet damit, dass viele Betriebsleiter den Frühkartoffelanbau einer kritischen Prüfung unterziehen werden und die Anbaufläche zukünftig kleiner ausfallen könnte.   Foto: pixabay.de   (August 2018, Autor: Thomas Hillmann)   Quelle: Landvolk-Pressedienst

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