Hintergrund
Autor Anastasija Barinova

Die Apfelstrudel von Backwarenprofi Pan kommen viel herum. Von Australien über Europa bis in die USA: Der Südtiroler Familienbetrieb exportiert seine traditionelle Dessertspezialität erfolgreich in die ganze Welt. Eine Entwicklung, die Unternehmensgründer Giovanni Maria Pan unmöglich vorhersehen konnte, als er 1888 seinen Obstexport in Bozen aufzog, das damals noch zur Österreichisch- Ungarischen Monarchie gehörte. Und dort wurde der Grundstein gelegt, um Äpfel rund um den Globus zu exportieren. Von tiefgekühlten Strudeln war man hier allerdings noch meilenweit entfernt; die Spezialitäten wurden erst einige Jahrzehnte später Teil des Sortiments des Betriebes. Zunächst konzentrierte sich die Familie Pan auf den Handel mit Äpfeln, Obst und Gemüse im In- und Ausland. Abnehmer fanden sich schnell. Das beliebte Obst exportierten die Pans nicht nur in europäische Länder, sondern unter anderem auch in das ferne Indien und russische Zarenreich. Für letzteres hatte sich der Familienhandel einen ganz besonderen Marketinggag einfallen lassen, um eine persönliche Bindung für ihre Produkte zu schaffen. Giovanni Pan ließ die Äpfel durch eine spezielle Prägung auf der Oberfläche mit einem doppelköpfigen Adler, dem Wappen der in Russland herrschenden Romanowdynastie, veredeln. Nach ihrer umfangreichen Reise im Rohzustand sollten sich die Äpfel später allerdings in einer ganz anderen Form auf den Weg in fremde Länder machen.
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