Hintergrund
Autor Anastasija Barinova

Kein anderes Naschwerk steigert das Wohlbefinden der Menschen so sehr wie Schokolade. Und dabei genießen Naschkatzen das braune Gold der Azteken schon lange nicht mehr nur riegelweise. Ob im morgendlichen Müsli, als Brotaufstrich oder in der Eiscreme: Auf dem Markt herrscht ein großes Angebot, das mit Vielseitigkeit hervorsticht und die Gourmets vor die Qual der Wahl stellt.
Schokolade ist auch ein Trendthema in der Backwarenindustrie. Sie zieht sich durch die gesamte Produktpalette vieler Bäckereien und Anbieter und veredelt als Miniaturdekor, Creme oder Plättchen Plunderstücke, Torten und Kuchen. Klassiker wie Schokocroissants, Brownies oder die Sachertorte bilden dabei nur den bescheidenen Anfang der langen und breit gefächerten Kette. Viele Backwaren produzierende Unternehmen setzen bei den kakaohaltigen Zutaten daher auf den Schokoladen-Fachmann Herza aus Hamburg, der sich seit fast 90 Jahren auf die Herstellung der süßen Spezialität versteht. Die Manufaktur mit eigener Röstung unterstützt die weiterverarbeitende Industrie mit kundenspezifischen Lösungen, die Backwaren eine individuelle Note verleihen. „Neben unserem breiten Sortiment an kleinstückiger Schokolade wünschen die Kunden immer häufiger maßgeschneiderte Stücke, um sich von der Konkurrenz auf dem Markt abzuheben“, erklärt Marc van Essen, Key Account Manager bei Herza.
Ansprechende oder gar ausgefallene Optik ist ein starkes Verkaufsargument. Bei Dekorationen für Muffins, Kuchen und Torten setzen die Backwarenhersteller daher gerne auf die Mikro-Stücke des Norderstedter Unternehmens. Besonders angesagt ist der Tricolore-Mix aus weißer Schokolade, Zartbitter und Vollmilch. Die Vorteile des Miniatur-Dekors liegen auf der Hand. Die Stückchen sind besonders streufähig, abriebfest und lassen sich sehr gut und einfach verarbeiten. Bis zu einem gewissen Grad sind sie zudem auch hitzestabil. Das ermöglicht es, die Schoko-Dekoration auf warme Backwaren zu streuen, ohne dass sie schmelzen. Zusätzlich dazu hat Herza sein Produkt vergangenes Jahr auf Hochglanz poliert. „Neu in unserem Sortiment sind Mikro-Stücke, die in goldenen, silbernen oder auch roten und grünen Farbakzenten schimmern. Diese Stücke verleihen insbesondere Premiumprodukten einen edlen Effekt und heben sie deutlich von anderen Angeboten auf dem Markt ab“, stellt Andreas Broocks, Prokurist und Betriebsleiter aus dem Herza-Haus, die Vorteile heraus.
Die beliebten und in Fachkreisen als Geheimtipp geltenden Liliput-Schokoladen-Plättchen zum Beispiel besitzen einen Kakaoanteil von 40 Prozent. Dadurch hat das Produkt einen stärkeren Schokoladengeschmack und garantiert dank seines Durchmessers von zehn bis zwölf Millimetern einen knackigen Biss. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Selbst nach dem Backen behalten die Plättchen ihre runde Form. Die Erfindungsstärke des Unternehmens kennt keine Grenzen. So wie der Markt mit vielseitigen Schokoladen-Kreationen glänzt, so sehr besticht Herza ebenfalls durch ein umfangreiches Portfolio. Die Resonanz seiner Kunden gibt dem Unternehmen Recht. „Unsere Produkte werden gemeinhin als innovativ und hochwertig bezeichnet“, bestätigt der Herza-Prokurist. Ein Grund mehr für den Schokoladenprofi, für seine Kunden immer Neues zu entwickeln.
tk-report: Sie produzieren für Ihre Kunden unter anderem auch sehr kleines Schokoladendekor. Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch für Sie in der Herstellung?
Andreas Broocks: Unsere Kompetenz liegt im Hacken, Schneiden und Brechen von Schokolade. Je kleiner das Ergebnis sein soll, desto größer die Herausforderung. Dafür gibt es keine Technik „von der Stange“. Oftmals entwickeln wir zu einem Schokostück auch die entsprechende Schneidetechnik.
tk-report: Sind bei der Herstellung der Schokoladenstückchen für die Tiefkühlbranche im Vergleich zu anderen Segmenten in der Lebensmittelindustrie besondere Produktionsschritte zu beachten?
Andreas Broocks: Fast jedes Schokoladenstück ist auch in Tiefkühlprodukten einsetzbar. Bei der Dosierung sind allerdings die technischen Voraussetzungen des Kunden wichtig. Auch an die Rezeptur der Schokolade können besondere Anforderungen gestellt werden. Manchmal werden auch Schokostücke gewünscht, die bei Minus 20 Grad Celsius noch weich sind.
tk-report: Ihre Mikro-Varianten sind unter anderem auch bis zu einer gewissen Temperatur hitzestabil und können auf warmes Gebäck gestreut werden. Durch welches Produktionsverfahren ermöglicht Herza das?
Andreas Broocks: Eine thermische Bearbeitung der Kakaomasse sorgt für einen besonderen Grad an Backstabilität beim Endprodukt, ohne dass wir der Rezeptur zum Beispiel Dextrose zusetzen.
tk-report: Ihr Portfolio bietet nicht nur Schokoladenvarianten in traditioneller Optik. Ausgefallene Stücke, die golden, silbern oder rot und grün schimmern, sind ebenfalls möglich. Welche Resonanz erhalten Sie hierzu?
Andreas Broocks: Die Resonanz ist äußerst positiv. Jeder Kunde sucht für seine Anwendung nach einer individuellen Lösung, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. Produkte dieser Art ermöglichen genau dies.
tk-report: Seit fast 90 Jahren stellt Herza inzwischen Schokolade her. Wodurch halten Sie seit Firmengründung Ihr Niveau?
Andreas Broocks: Wir halten unser Niveau nicht nur, wir entwickeln uns permanent weiter! Gesundes Wachstum und eine ständige Weiterentwicklung unserer Qualität sind für uns die Garanten einer langfristigen Wettbewerbsfähigkeit am Markt.
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