Frosta: Marken-Wachstum und Handelsmarken-Minus

Zuwächse bei der Marke, Einbußen im Handelsmarken-Geschäft: Die Frosta AG verlor 2012 rund zwei Prozent bei Umsatz und Absatz. Insgesamt wurden Waren für 385 Millionen Euro verkauft, nach 393 Millionen Euro 2010. Der Gewinn sank parallel dazu von 14,2 auf 12,3 Millionen Euro. Finanzvorstand Dr. Stephan Hinrichs führte die negative Entwicklung auf der Bilanzpressekonferenz der Frosta AG in Hamburg auf einen gestiegenen Wettbewerbsdruck zurück, aufgrund dessen einige Handelsmarken-Kontrakte nicht hätten gehalten werden können. Im Auslandsgeschäft, bei der Marke Frosta und im Außerhausmarkt hingegen hätten Steigerungen erzielt werden können.

Mit vielen neuen Produktideen will Frosta sein Markengeschäft auch 2012 weiter stärken, kündigte Vorstand Hinnerk Ehlers an. Neben der Marktführung bei Fertiggerichten, die aktuell um eine vegetarische Range erweitert wurden, soll die Position bei Gemüse weiter ausgebaut werden. Das Gemüsesortiment unter dem Konzeptdach „Koch kreativ“ sei 2011 in einem insgesamt leicht rückläufigen Markt um 37,5 Prozent gewachsen. Mit ihrem konsequenten Verzicht auf jedwede Zusatzstoffe, der nun auch in den Auslandsmärkten für die Marke Frosta umgesetzt werde, sieht Ehlers Frosta in Deutschland im Trend der Zeit, im Ausland hingegen als Vorreiter gegen den Trend.

Angesichts einer aus seiner Sicht zunehmen Zahl von Lebensmittelskandalen wünschte sich Frostas Vorstandsvorsitzender Felix Ahlers mehr Transparenz in der Lebensmittelindustrie insgesamt. Die Unternehmen sollten, wie Frosta, die Presse in die Fabriken lassen und deutlich machen, dass es nichts zu verbergen gebe. – Alle Markenprodukte von Frosta sind ab dieser Woche auch online zu kaufen: www.frostashop.de   (März 2012 jr)   Quelle: minus 18