Iglo: Verkauf statt Börsengang

Anstatt Iglo in diesem Jahr plangemäß an die Börse zu bringen, will der britische Finanzinvestor Permira das Unternehmen verkaufen, meldet die Financial Times Deutschland. Interessenten seien unaufgefordert an Permira herangetreten, heißt es. Der Investor habe Credit Suisse damit beauftragt, den Verkaufsprozess einzuleiten. Permira erwarte einen Verkaufserlös von rund 3 Milliarden Euro.

2006 hatte Permira die Firmen Bird’s Eye und Iglo von Unilever übernommen. Der Verkaufspreis habe damals bei 1,7 Milliarden Euro gelegen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. 2010 hatte Permira Findus Italien für gut 800 Millionen Euro zur Gruppe hinzugekauft. Damals wurde der in zehn Ländern erzielte Gesamtumsatz mit 1,2 Milliarden Euro pro Jahr angegeben. 2011 habe er bei 1,57 Milliarden Euro gelegen.

Nach Angaben des Sunday Telegraph habe der Fischstäbchen-Anbieter 2011 einen operativen Gewinn von 325 Millionen Euro erzielt, berichtet die Süddeutsche. Das Gewinnwachstum habe seit 2008 bei durchschnittlich acht Prozent gelegen. Aufgrund des hohen Schuldendienstes soll es 2011 nach Berichten der Lebensmittel-Praxis aber trotz des ansehnlichen Gewinns vor Zinsen und Abschreibungen letztlich zu Verlusten von 82 Millionen Euro gekommen sein. Als potentielle Käufer habe der Sunday Telegraph Beteiligungsfirmen wie Blackstone, BC Partners oder Cinven ins Spiel gebracht. Doch auch einige asiatische Unternehmen dürften Interesse an der Tiefkühlkost zeigen, so die Süddeutsche.   (März 2012 jr)   Quellen: Divers