Globefish erwartet Garnelenmarkt-Entspannung

Die Farmproduktion von Garnelen fiel 2011 mit 2,8 Millionen Tonnen um rund 20 Prozent kleiner aus als im Vorjahr, berichtet der FAO-Informationsdienst Globefish in seinem jüngsten Quartalsbericht. Mit der jetzt begonnenen neuen Saison werde allerdings eine Erholung der durch Verknappungen in Asien zurückgegangenen Versorgung vorausgesagt. Die Garnelenpreise auf dem Weltmarkt seien seit annähernd drei Jahren hoch geblieben. Während es in den beiden Hauptmärkten USA und Japan noch leichte Mengenzunahmen und aufgrund der Preisanstiege deutlich höhere Umsatzzuwächse gab, gingen die Einfuhren in der EU 2011 etwas zurück.

In Deutschland hatte das extreme Wachstum der Vorjahre 2011 ein Ende. Die Garneleneinfuhren sanken von 62.200 auf 61.100 Tonnen. 2006 hatten sie allerdings erst bei knapp 40.000 Tonnen gelegen. Im größten europäischen Garnelenimportland Spanien stiegen die Importe auch 2011 weiter an (von 170.700 t auf 179.200 t); aufgrund der fast in gleichem Maße gestiegenen Exporte (von 30.800 t auf 38.200 t) blieb der spanische Konsum allerdings annähernd gleich. Zuwächse gab es auch in Großbritannien (von 85.900 t auf 90.300 t), während die dänischen Einfuhren von 105.000 auf 99.100 Tonnen und die französischen von 114.600 auf 109.800 Tonnen sanken.   (Mai 2012 jr)   Quelle: Globefish