Massentierhaltung: Die Hälfte würde das Doppelte zahlen

Wunsch und Wirklichkeit driften bei der Massentierhaltung stark auseinander. Zu diesem Urteil kommt Dialego nach einer Umfrage. „Die meisten Verbraucher wünschen den Tieren in der Massentierhaltung bessere Lebensbedingungen, doch nur wenige wären bereit, den höheren Fleischpreis dafür zu zahlen. Dabei gehen Frauen deutlich sensibler mit dem Thema um als Männer.“ – Im Februar 2012 befragte das Online-Unternehmen Dialego in einer repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger zum Thema Massentierhaltung. Ziel der Studie war es, herauszufinden, inwieweit die Verbraucher Bedingungen und Folgen der Massentierhaltung einschätzen können und zu welchen Konsequenzen sie vor allem in finanzieller Hinsicht bereit sind.

Jeder dritte Verbraucher erklärte, keinen Cent mehr für Fleisch aus artgerechter Haltung zahlen zu wollen, als derzeit für Fleisch aus der Massentierhaltung. Die Hälfte der Verbraucher könnte sich immerhin vorstellen, doppelt so viel für Fleisch zu zahlen. „Doch die Preise für Fleisch aus artgerechter Haltung übersteigen die Preise für Fleisch aus der Massentierhaltung deutlich stärker“, so Dialego.

Gekauft werde Fleisch meist dort, wo es preisgünstig ist. Die ersten Plätze im Ranking belegen der Supermarkt (68 Prozent) und der Discounter (43 Prozent). Nur zirka eine Person von zehn kaufe Fleisch aus artgerechter Haltung wie Bioladen/Biometzger/Reformhaus. „Doch viele Verbraucher haben Konsequenzen aus den zahlreichen Fleischskandalen der letzten Jahre gezogen“, schildert Dialego: „Jeder Dritte isst weniger Fleisch, nur jeder fünfte Verbraucher isst heute noch täglich größere Mengen Fleisch. Ein Drittel wählt die Quelle für den Einkauf von Fleisch sorgfältiger aus. Aber 15 Prozent der Verbraucher gestehen, dass die Konsequenzen immer nur vorübergehender Natur waren.“   Foto: Dialego   (Mai 2012 jr)   Quelle: Dialego