MSC widerspricht Fernseh-Vorwürfen

„Alle MSC-zertifizierten Fischereien haben in einer unabhängigen Bewertung gezeigt, dass ihre Bestände groß genug sind, um die fischereilichen Aktivitäten zu stützen und dass ihre Tätigkeiten der Meeresumwelt keine irreparablen Schäden zufügen.“ Mit dieser Aussage wehrt sich der Marine Stewardship Council, Berlin, gegen Vorwürfe, die in der ZDF-Sendung „Frontal 21“ erhoben wurden. Über die Lizenzerträge, die der gemeinnützige MSC aus dem Verkauf von Fisch mit seinem Siegel erhält, finanziere er zum Beispiel die Weiterentwicklung seiner Standards. „Die Lizenzgebühren werden vollständig in das MSC-Programm reinvestiert und beispielsweise für die Weiterentwicklung der Standards und für Forschungsarbeiten ausgegeben“, betont der MSC. Die Fernsehsendung hatte impliziert, hinter der Zertifizierung von nach Autorenmeinung überfischten Beständen könnten wirtschaftliche Interessen des MSC stecken. Auch in der Sendung genannten Überfischungs-Beispielen trat der MSC entgegen. Weder seien die zertifizierten Seelachsbestände in der Nordsee unrechtmäßig als nachhaltig bewirtschaftet zertifiziert worden, noch spreche etwas gegen die Zertifizierung einer in „Frontal 21“ genannten Schwertfisch-Fischerei. Auch die Situation der zertifizierten Fischerei auf Kap-Seehecht in Südafrika stelle sich anders dar als geschildert, begründet der MSC ausführlich (hier gehts zum MSC-Statement). Foto: Marnie Bammert   (Mai 2012 jr) Quelle: MSC