Produktionsrückgänge beim Fisch

Die deutsche Fischindustrie hat 2011 im dritten Jahr in Folge Produktionsrückgänge verzeichnet. Das wurde anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels bekanntgegeben. Der Umsatz der Branche habe mit 2,24 Milliarden Euro um 0,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres gelegen. Dabei stand ein um 4,6 Prozent gestiegener Auslandsumsatz in Höhe von 461 Millionen Euro einem Rückgang des Inlandsumsatzes um 2,9 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro gegenüber. Die Produktionsmenge hat sich 2011 um 1,1 Prozent auf 492.231 Tonnen verringert, während sich der Produktionswert um 0,4 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro erhöhte. „Die Unternehmen sind daher mit dem wirtschaftlichen Ergebnis des Jahres 2011 nicht durchgängig zufrieden“, erklärte Verbandsgeschäftsführer Dr. Matthias Keller.

Zudem habe die Versorgung mit Fischrohware zu verbraucherfreundlichen Preisen die Unternehmen der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels 2011 vor besondere Herausforderungen gestellt. Während im Tiefkühlbereich dominierende Fischarten wie Alaska-Seelachs, Kabeljau, Schellfisch und Lachs ausreichend vorhanden gewesen seien, sei infolge einer starken Kürzung der Fangquote für den nordostarktischen Hering die Versorgung mit dieser Fischart durch Rohwarenknappheit und sehr hohe Preissteigerungen erschwert worden. – Eine von der EU-Kommission geplante Einführung von Zöllen – unter anderem auf Einfuhren von Alaska-Seelachs – ab 2013 hält der Bundesverband für nicht zeitgemäß und kontraproduktiv, da letztendlich der Verbraucher diese Kosten bezahlen werde.   (Juni 2012 jr)   Quelle: Bundesverband Fischindustrie