Ernährungsindustrie startet verhalten ins Jahr

Die Ernährungsindustrie erreichte im November 2012 ein Umsatzwachstum deutlich über dem Jahresdurchschnitt. Der monatliche Branchenumsatz von 15,4 Milliarden Euro stieg um 5,5 Prozent, preisbereinigt noch um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, meldet die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE). Im konjunkturstützenden Exportgeschäft wurden 4,4 Milliarden Euro erwirtschaftet, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des positiven Wachstums im In- und Ausland entwickelte sich die Produktion weiter gedämpft, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex fiel um 1,9 Prozent. Zum Jahresende 2012 entspannte sich die Marktsituation für Agrarrohstoffe zunehmend. Im Dezember sank der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 3,8 Prozent gegenüber November auf seinen Jahrestiefststand. Damit notierte der Kurs mit plus 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aber weiterhin auf hohem Niveau. 

Wie auch in den Vorjahren ist die Stimmung bei den Unternehmen der Ernährungsindustrie zum Jahresanfang noch verhalten. Im Januar 2013 fiel der Ifo-Geschäftsklimaindex aufgrund rückläufiger Erwartungen an die Geschäftslage wieder negativ aus. Das Konsumklima blieb im Januar 2013 positiv. Die Verbraucher steigerten ihre Einkommenserwartungen und folglich ihre Anschaffungsneigung, sogar die Konjunkturerwartungen legten leicht zu. Die dauerhafte Preisstabilität in Deutschland fördert die Kaufkraft und damit den Konsum maßgeblich. Im Dezember 2012 stiegen die allgemeinen Lebenshaltungskosten gegenüber November um 0,9 Prozent, gleichermaßen fiel die Preissteigerung bei Lebensmitteln mit plus 1 Prozent moderat aus. Im Vorjahresvergleich stieg der allgemeine Verbraucherpreisindex um 2,1 und der Index für Lebensmittel um 4,4 Prozent.   (Jan. 2013 bve)   Quelle: BVE