Greenpeace Fisch-Einkaufsratgeber unzuverlässig

Der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e.V. hält die Neuauflage des Greenpeace-Einkaufsratgebers für ungeeignet, dem Verbraucher relevante Empfehlungen für den Einkauf nachhaltig gefangener Fische und Meeresfrüchte aus Wildfang und Aquakultur zu geben. „Der aktuelle Zustand wesentlicher Fischbestände für den deutschen Markt wird durch diesen Einkaufsratgeber verzerrt dargestellt“, betont Dr. Matthias Keller, Geschäftsführer des Bundesverbandes. Erneut habe Greenpeace zum Beispiel die Fischart Kabeljau/Dorsch pauschal rot gekennzeichnet und als eine der wenigen Alternativen unter anderem den Kabeljaubestand in der Nordost-Arktis genannt.

„Diese missverständlichen Darstellungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die 6. Auflage“, erklärt Dr. Keller. Wenig Verständnis hat der Geschäftsführer auch für fehlende Hinweis bei zahlreichen Fischen, dass diese aus zertifizierten Fischereien stammen und beispielsweise das Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) als Nachhaltigkeitsbeweis tragen. „Für interessierte Verbraucher lohnt sich eher ein Blick auf die Fischbestandsdatenbank auf der Internetseite http://fischbestaende.portal-fischerei.de“, erklärt Dr. Keller. „In der Online-Datenbank werden für den nachhaltigen Fischeinkauf wesentliche Informationen kompakt und übersichtlich für bedeutende Fischbestände dargestellt.“ Diese Datenbankinformationen ergänzten die Initiative der Unternehmen des Bundesverbandes, die sich freiwillig zu einer genaueren Kennzeichnung der Fanggebiete verpflichtet hätten.   (März 2013 jr)   Quelle: Bundesverband Fischindustrie