Vandemoortele: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Niedrigere Rohstoffpreise beim Fett und die Nicht-Erneuerung verlustbringender Verträge im Bereich Tiefkühlbackwaren ließen den Umsatz von Vandemoortele 2012 gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zurückgehen, meldet das Unternehmen. Gleichzeitig sei das Betriebsergebnis (REBIT) um 81 Prozent von 15 auf 28 Millionen Euro gestiegen. Die im belgischen Gent beheimatete Gruppe führt dies auf einen verbesserten Kunden- und Produkt-Mix und eine strikte Kostenkontrolle zurück. Bei den Tiefkühlbackwaren (Foto) beispielsweise konzentrierte Vandemoortele sich auf einen verbesserten Produkt-Mix und konnte trotz der durch Vertragsverzicht rückläufigen Mengen den Umsatz von 638 auf 647 Millionen Euro steigern.

Das F&E-Team mit 60 Mitarbeitern konnte verschiedene Innovationen einführen, unter anderem eine neue Butter-Alternative für das Bäckerhandwerk und das gemeinsam mit McDonald’s France entwickelte McBaguette-Konzept. Insgesamt investierte die Gruppe 2012 gut 25 Millionen Euro, vor allem in die Verbesserung der Anlageneffizienz. Die Eigenkapital-/Gesamtvermögensquote erreichte nach Firmenangaben 37 Prozent.

Für 2013 erwartet Vandemoortele weiteres Wachstum sowie eine erneute Steigerung seiner Rentabilität. „Während unser Kerngeschäft Lipids in einem reifen Marktsegment agiert, gibt es im Bereich Bakery Products noch durchaus gesunde Entwicklungstendenzen auf dem Markt; hier erwarten wir eine jährliche Mengensteigerung um 3 bis 4 Prozent“, erklärt CEO Jean Vandemoortele.   (Mai 2013 jr)   Quelle: Vandemoortele