TST und Pickenpack künftig Schwestern?

Die Fischverarbeiter TST (Riepe) und Pickenpack (Lüneburg / Boulogne) könnten künftig zu Schwesterunternehmen werden. Die in Tokio beheimatete Nippon Suisan Kaisha kündigte den Verkauf ihrer Anteile an der Leuchtturm Holding an, über die sie an TST beteiligt ist. Käufer soll Pacific Andes aus Hongkong sein, der dann 40 Prozent an Leuchtturm halten würde. Die Chinesen führen ein Investoren-Konsortium, das Mitte 2011 Pickenpack gekauft hatte. Der Verkauf der Leuchtturm-Anteile soll bis Ende Juli abgeschlossen sein, erfordert aber noch die Zustimmung der deutschen Kartellbehörden.

Der norwegische Informationsdienst Intrafish zitiert Pacific Andes damit, dass die vom früheren Icelandic-CEO dominierte Leuchtturm Holding 2012 bei 21,7 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 8,8 Millionen Euro eingefahren habe. Gut 30 Millionen Euro waren in die TST-Fabrik in Riepe investiert worden. TST The Seafood Traders hat sich auf die Produktion von Schnelldrehern wie Fischstäbchen spezialisiert und war 2012 angetreten, sich in einem bereits von Überkapazitäten geprägten Markt erhebliche Anteile zu erobern. Pacific Andes erwarte, so Intrafish, dass TST sein Geschäft „recht unabhängig“ weiter betreiben werde.   Foto (Rüdiger): Fabrik in Riepe   (Juni 2013 jr)