Verband erwartet knappe Versorgung mit Kartoffeln

Für die Saison 2013/2014 erwartet der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) eine knappe Versorgung mit Kartoffeln. Die Gründe hierfür liegen laut Verband im verzögerten Beginn der Ernte 2013, aber auch in der Hochwasserkatastrophe im Süden und Osten Deutschlands.

Die Situation habe sich nach Angaben des BOGK zum Ende der Saison 2012/2013 dramatisch zugespitzt. Die knappe EU-Ernte des vergangenen Jahres führte zu einem hohen Preisniveau für Kartoffeln. Inzwischen ist laut BOGK die alte Ernte weitgehend verbraucht, doch der Beginn der neuen Ernte 2013 lässt auf sich warten. „Eine durchgehende Versorgung erscheint daher nicht flächendeckend gesichert“, schreibt der BOGK in einer Mitteilung.

Zunächst konnten die Frühkartoffeln aufgrund des langen Winters erst mit mehrwöchiger Verspätung gepflanzt werden. Hinzu kam ein kalter Mai, der das Wachstum weiter verzögerte, so dass sich der Vegetationsrückstand noch vergrößerte. Die Folge: Eine frühe Ernte ist nicht mehr möglich. Der Wachstumsrückstand gegenüber normalen Jahren beträgt nach Angaben des Verbands mehrere Wochen.

Eine Prognose für die gesamte Saison ist dem BOGK zwar derzeit noch nicht möglich, es sei jedoch zu befürchten, dass aufgrund der bisherigen Wachstumsverzögerungen und der widrigen Witterungsbedingungen weitaus geringere Erträge als in den Vorjahren heranwachsen werden.

Letztendlich spielt auch die Hochwasserkatastrophe im Süden und Osten Deutschlands eine nicht unwesentliche Rolle. Die laut BOGK „nicht unerheblichen“ Flächenverluste durch die Überschwemmungen sowie der starke Regen in großen Gebieten Deutschlands trügen zu der Situation im Kartoffelmarkt bei. Der Bundesverband erwartet daher auch bei einer etwa gleichbleibenden Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr in Deutschland eine knappe Versorgung für die Saison 2013/2014.    Bild: Stock.Xchng   (Juni 2013, mh)   Quelle: BOGK