Deutsche verzehren weniger Fisch

Laut AID Infodienst essen die Deutschen weniger Fisch. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurden im letzten Jahr im Vergleich zu 2011 acht Prozent weniger Fisch und Meeresfrüchte verzehrt. Das geht aus dem Jahresbericht der BLE über den Markt für Fischereierzeugnisse 2012 hervor. Gleichzeitig sind die Preise jedoch gestiegen.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland laut AID pro Kopf durchschnittlich 14,4 Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte gegessen. Der Deutschen liebster Fisch ist der Alaska-Seelachs mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 3,1 kg. Es folgt der Hering, von dem jeder Deutsche im Schnitt 2,4 kg pro Jahr verzehrt.

Der geringere Pro-Kopf-Verbrauch dürfte seine Gründe auch in den gestiegenen Preisen für Fisch und Meeresfrüchte haben. Die Preise zogen im letzten Jahr um mehr als fünf Prozent an. Seit dem Jahr 2005 sind Fisch und Meeresfrüchte um knapp 32 Prozent teurer geworden. Sie befinden sich damit über der allgemeinen Teuerungsrate für Lebensmittel, die bei 22 Prozent liegt.

Auch die Einfuhr von Fischereierzeugnissen ist rückläufig. Die Importe lagen 2012 bei rund 883.000 Tonnen und damit unter dem Niveau von 2011. Nur 19 Prozent der hierzulande verzehrten Fischereierzeugnisse stammen aus Deutschland. Die wichtigsten Einfuhrländer sind China, Norwegen, Dänemark, Polen und die USA. 29 Prozent der Lieferungen kamen aus der Europäischen Union.   Bild: bilderbox.com   (August 2013, mh)   Quelle: aid