Fastfood(-Ketten) in der Kritik

Die großen Fastfood-Ketten bekommen in der neuesten Ausgabe von „Test“ ihr Fett weg. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Tester von Stiftung Warentest fanden vor allem im vielfach zum Frittieren der Pommes frites verwendeten Palmfett eine Ursache für Schadstoffe. Aber auch sonst hatten sie so einiges zu kritisieren, sicherlich auch berechtigt. Dass sie bei Burger King aber beispielsweise zu viele Kalorien im Menü kritisieren, bei McDonald’s hingegen, dass die Kalorien zwar geringer, dafür die Portionen aber auch kleiner sind… – da kann man wohl nicht gewinnen.

„Dass Fastfoodmenüs nicht allzu gesund sind, ist bekannt“, so eine Pressemeldung von Stiftung Warentest zum Test wörtlich. „Sie enthalten zu viele Kalorien, zu viel Fett und zu viel Salz. Manche Fastfood-Restaurants liefern aber auch ein zu viel an Schadstoffen, wie die Stiftung Warentest in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift Test feststellt. Zwar lässt sich beispielsweise der Schadstoff Acrylamid beim Frittieren von Pommes nicht vermeiden, aber er lässt sich deutlich reduzieren.“

Die Tester fanden beispielsweise Glycidyl-Ester, die wahrscheinlich Krebs auslösen könnten, in den Pommes von Burger King und Kochlöffel. „Das kann am verwendeten Palmfett liegen“, so Test. „Im Palmfett werden die Pommes zwar schön knusprig, es hat aber drei Nachteile: Raffiniertes Palmfett ist häufig mit Glycidyl-Estern belastet, die beim Frittieren auf die Pommes übergehen. Außerdem ist es ungesund, weil es zu viele gesättigte Fettsäuren enthält. Weiterer Nachteil: Die Ölpalmen wachsen in riesigen Plantagen, für die die Betreiber Regenwälder roden und so Ureinwohner, Tiere und Pflanzen vertreiben.“ Dass es auch anders gehe, zeige McDonald‘s, der für seine Pommes ganz auf Palmfett verzichte und in dessen Pommes die Tester Glycidyl-Ester nur in deutlich geringeren Mengen fanden.

„Bis zu 1.200 Kilokalorien und 63 Gramm Fett enthält ein Fastfoodmenü aus Burger, einer mittleren Portion Pommes und Salat – als Hauptmahlzeit deutlich zu viel“, heißt es weiter. Für einen Erwachsenen zwischen 25 und 50 Jahren liegt die Empfehlung bei rund 720 Kilokalorien und 24 Gramm Fett. Am wenigsten Kalorien und Fett enthält das Menü von McDonald’s – allerdings sind die Portionen hier auch kleiner als bei der Konkurrenz. Burger King punktet zwar im Geschmack, aber Schadstoffe in Burger und Pommes trüben den Genuss.“

Die Stiftung untersuchte nicht nur die Fastfoodmenüs, sondern interessierte sich auch für die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sowie die Herkunft der Rohstoffe. „Während die Menüs von allem zu viel enthalten, ist beim Lohn, den Arbeitnehmerrechten und dem Umweltschutz häufig das Gegenteil der Fall“, so das Resümee. Der ausführliche Test „Fastfoodmenüs“ erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Test, die ab 30. August im Handel ist und ist unter www.test.de/fastfood abrufbar.   (August 2013 jr)   Quelle und Foto: Stiftung Warentest