TK bleibt Fisch-Marktführer

Der Fischverbrauch steigt wieder. Nach deutlichen Rückgängen im Jahr 2012 geht die Fischwirtschaft von einer Absatzsteigerung um 1 Prozent in den ersten sieben Monaten dieses Jahres aus und von einer Umsatzsteigerung um rund 5 Prozent, berichtete das Fisch-Informationszentrum (FIZ) auf einer Pressekonferenz in Hamburg. Tiefkühlfisch schwimmt dabei nach wie vor ganz oben in der Beliebtheit der Verbraucher. Der Marktanteil ging zwar von 30 auf 29 Prozent zurück, liegt damit aber immer noch deutlich vor den ebenfalls überwiegend tiefgekühlt angebotenen Krebs- und Weichtieren (16 %), Heringskonserven und Marinaden (15 %), Thunfischkonserven (10 %) und Frischfisch (9 %). Großer Gewinner trotz vergleichsweise hoher Durchschnittspreise waren 2012 die Räucherfische, deren Marktanteil am Absatz nach FIZ-Statistik von 9 auf 11 Prozent zulegte.

Im vergangenen Jahr hatte die Fischwirtschaft Einbußen hinnehmen müssen, die zum Teil auf Preissteigerungen, insbesondere bei Heringsprodukten zurückgeführt werden konnten, räumte der FIZ-Vorsitzende Thomas Lauenroth ein. Diese seien nach Auffassung des FIZ aber nicht so stark ausgefallen, wie es Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung implizierten. Während die Bundesanstalt einen Rückgang des Prokopfverbrauchs von 15,5 Kilogramm im Jahr 2011 auf nur noch 14,4 Prozent 2012 errechnet hatte, kam das FIZ auf 15,2 Kilogramm für das vergangene Jahr und erwartet, die 15,5 Kilogramm schon in diesem Jahr fast wieder zu erreichen. „Die Differenz zwischen den Zahlen von FIZ und der Bundesanstalt ist der Tatsache geschuldet, dass aufgrund eines sehr starken Wettbewerbs und hoher Rohwarenpreise im Jahr 2012 einige Unternehmen ihre Lagerbestände an Fischrohwaren deutlich abgebaut haben“, so Lauenroth.

Entsprechend der hohen Bedeutung von Tiefkühlware im Markt konnte Alaska-Seelachs seine Position als mit Abstand meistverzehrte Fischsorte beibehalten. Sein Marktanteil lag 2012 bei 26 Prozent (2011: 22,1 %). Auf Platz 2 folgt der Hering mit 18,1 Prozent (19,1 %), Lachs mit 10,9 Prozent (11,3 %), Thunfisch mit 15 (13,7) und Pangasius – inzwischen weit abgeschlagen mit 3,5 Prozent (5 %) – auf Platz 5. Es sei durchaus möglich, dass die zunehmende Zahl zertifizierter Pangasius-Zuchtbetriebe den Rückgang der Pangasius-Nachfrage stoppen und wieder umdrehen könnte, meinte FIZ-Geschäftsführer Dr. Matthias Keller. Sie könnten dazu beitragen, das Vertrauen in diese Fischart wieder zu erhöhen, die 2009 noch bei einem Marktanteil von 6,5 Prozent lag.

Grafik: FIZ (September 2013, Autor: Jörg Rüdiger)