TK-Bäcker Anker: Aktiv gegen rote Zahlen

Der größte Bäckerei-Filialist Österreichs, die Wiener Traditionsbäckerei Anker, hat im vergangenen Geschäftsjahr erneut rote Zahlen geschrieben: Der Umsatz verringerte sich um 5,8 Prozent auf 128 Millionen Euro. Das Jahresminus von rund einer halben Million Euro lag allerdings deutlich unter den 4,7 Millionen Euro für 2011. Eine Erläuterung der Bilanz belege, dass die Lage dennoch ernst sei, wie das österreichische Wirtschaftsportal „Format“ vermeldet. Demnach sei „der Fortbestand des Unternehmens kurzfristig und mittelfristig bedroht, wenn keine Lösung zur Deckung des weiteren Liquiditätsbedarfs getroffen werden kann“.

Vorstand Peter Ostendorf zu den Gründen für das Bilanzminus: „Das Ergebnis 2012 ist auf den Redimensionierungsprozess der Filialen zurückzuführen, eine Schließung ist immer auch mit Kosten verbunden. Wir haben hier in den letzten eineinhalb Jahren 20 Filialen geschlossen – allerdings auch neue Filialen eröffnet oder umgebaut.“ Anker besitzt zurzeit rund 130 Standorte – die meisten davon in Ostösterreich. Deutlich mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mittlerweile im Handel. Der Anteil der Tiefkühl-Backlinge, die Ankerbrot an Supermärkte liefert, ist im Steigen. Um seine Absatzmöglichkeiten zu erweitern, will Anker künftig verstärkt auf Convenience, etwa fertige Snacks und Coffee to go, setzen.

Bild: Anker (November 2013, Autorin: Regina Sailer) Quelle: Format