Greenpeace-Ratgeber von zweifelhaftem Nutzen

Greenpeace hat eine Neuauflage seines Fisch-Ratgebers vorgestellt. Die Fischwirtschaft steht dem nur bedingt positiv gegenüber. Zwar begrüßten Fischindustrie und Fischgroßhandel „das Interesse von Greenpeace an der Entwicklung der Fischbestände“. „Wir hätten jedoch erwartet, dass bei der Neuauflage des Einkaufsratgebers auch aktuelle Daten und Fakten über die Fischbestände berücksichtigt werden“, erklärt Dr. Matthias Keller, Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels. Nach wie vor würden zum Beispiel die Fischarten Alaska-See­lachs, Kabeljau und Scholle pauschal als „nicht empfehlenswert“ beurteilt. „Diese Pauschalbeurteilung des Einkaufsratgebers schränkt den Nutzen dieser Einkaufshilfe nachhaltig ein“, stellt Dr. Keller fest. Interessierte Verbraucher erhielten über die Internetdatenbank „Fischbestände online“ direkt Zugang zu den wissenschaftlich fundierten Daten und Fakten. „Diese Informationsquelle ist verlässlich und aktuell“, betont Dr. Keller.

Dass Greenpeace immer wieder auch MSC-zertifizierte Fischbestände als ‚nicht empfehlenswert‘ einstuft, liegt in einer kontroversen Beurteilung und Bewertung der Schädlichkeit von Fangmethoden. Beim lautMSC seit langem nachhaltig befischten Alaska-Seelachs kritisiert Greenpeace beispielsweise die Schleppnetzfischerei und rät deshalb grundsätzlich vom Kauf ab.   Website-Ausriss/Verlinkung: Greenpeace   (Jan. 2014, Autor: Jörg Rüdiger)