McDonald’s erlaubt Lieferanten Gen-Soja

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, erlaubt der Fast Food-Riese McDonald’s seit Anfang April seinen Hähnchenfleischlieferanten wieder den Einsatz von gentechnisch verändertem Futter in der Hähnchenmast. Das Unternehmen beende demnach eine über zehn Jahre alte Selbstverpflichtung, die besagte, europaweit auf den Einsatz von genmanipuliertem Futter in der Hähnchenmast zu verzichten.

Der Konzern habe dies gegenüber der Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ bestätigt. In der Stellungnahme von McDonald’s hieß es demnach, es gebe keine ausreichenden Mengen an gentechnik-freien Futtermitteln zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen. Bereits im Februar hatte der Zentralverband Deutscher Geflügelzüchter (ZDG) angekündigt, künftig wieder auf GVO-Soja zu setzen (tk-report minus 18 berichtete). Auch hier wurde darauf verwiesen, dass sojafreies Futter und der Schutz vor Kreuzkontaminationen mit erheblichen finanziellen Zusatzbelastungen verbunden seien, die von den Geflügelhaltern nicht mehr zu leisten seien. Greenpeace hingegen kritisierte die Aussagen von McDonald’s als Vorwand zur Profitmaximierung.   Foto: Website-Ausriss: www.mcdonalds.de (April 2014, Michael Berkemeier) Quellen: Der Spiegel, Greenpeace