BVE-Konjunkturbericht: Umsätze stagnieren

Die Umsatzentwicklung in der Ernährungsindustrie war im vierten Quartal 2013 und ersten Quartal 2014 seitwärts gerichtet. Das geht aus dem Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie 01|2014 der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor. Ein abnehmender Preisauftrieb und ein gedämpftes Exportgeschäft – vorrangig in Drittländern – hemmten weiteres Wachstum. Der solide Lebensmittelabsatz im Inland und die Belebung der Nachfrage aus den EU-Mitgliedstaaten sorgten für Stabilität in der Branche.

Im vierten Quartal 2013 erzielte die Ernährungsindustrie einen Umsatz von 45,1 Milliarden Euro, davon wurden 13,3 Milliarden Euro im Lebensmittelexport erwirtschaftet. Das bedeutete einen minimalen Zuwachs von 0,4 Prozent, preisbereinigt sanken die Umsätze um 0,4 Prozent. Das Lebensmittelexportgeschäft stagnierte zum Jahresende bei -0,5 Prozent. Positive Erwartungen ließen die Lebensmittelproduktion im vierten Quartal 2013 leicht ansteigen, der kalenderbereinigte Produktionsindex erhöhte sich um 0,6 Prozent. Dabei stieg der Produktionsindex für die Nahrungsmittelproduktion um 0,4 Prozent, in der Getränkeproduktion um zwei Prozent.

Im Januar und Februar 2014 setzte sich die Stagnation fort. Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete einen Umsatz von 27,6 Milliarden Euro, das entsprach einem Rückgang von 0,8 Prozent. Real sank der Branchenumsatz sogar um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Lebensmittelexporte blieben bei einem Wert von 8,4 Milliarden Euro um 0,9 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die Produktionsleistung der Branche sank – bereinigt um arbeitstägliche und saisonale Schwankungen – um 1,3 Prozent. Der Produktionsindex für die Nahrungsmittelproduktion sank um zwei Prozent und stieg in der Getränkeindustrie um 2,6 Prozent.

Der aktuelle BVE-Konjunkturbericht kann hier heruntergeladen werden. Der Link ist bis Anfang Juni gültig.   Bild: Archiv   (Mai 2014, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: BVE