Pescanova überlebt: Banken übernehmen Kontrolle

Der vor einem Jahr in Insolvenz gegangene spanische Fischerei-Konzern Pescanova ist gerettet. Anders als zunächst geplant, übernehmen die Gläubigerbanken das Ruder bei der Neustrukturierung. Der spanische Brauereikonzern Damm und die luxemburgische Finanzholding Luxempart, die eigentlich die Anteilsmehrheit übernehmen wollten, verlassen den Aufsichtsrat. Nachdem Anfang März Damm und Luxempart, die ihre Anteile auf zusammen 30 Prozent aufstocken wollten, gemeinsam mit den Banken einen Sanierungsplan vorgestellt hatten, kam es über die Frage des Schuldenschnitts zum Bruch. Mit dem jetzigen Abkommen, dem sich 63,7 Prozent der Gläubiger anschlossen – darunter auch ausländische Kreditinstitute wie Deutsche Bank und Citti –, hat der Konzern seine drohende Zerschlagung abwenden können. Allerdings wird er nach dem neuen Abkommen rund eine Milliarde Euro Schulden zurückzahlen müssen. Der Rettungsplan von Damm und Luxempart, deren Anteile künftig weniger als ein Prozent betragen und praktisch bedeutungslos geworden sind, hatte Restschulden von rund 700 Millionen Euro vorgesehen. Der vorgelegte Refinanzierungsplan soll umgesetzt werden, sobald das Handelsgericht im nordspanischen Pontevedra das Insolvenzverfahren einstellt.   Foto: Pescanova   (Mai 2014, Autor: Uwe Scheele)   Quelle: Europapress et alia