Schwankende Entwicklungen bei Weißfischen

Gemischte Aussichten für die Tiefkühlfisch-Branche: Globefish, der Fisch-Informationsdienst der Welternährungsorganisation (FAO), erwartet eine gute Warenverfügbarkeit und dementsprechend sinkende Weltmarktpreise für Weißfisch. Alles in allem werde mit leicht höheren Anlandungen als 2013 gerechnet, allerdings gebe es zum Teil große Unterschiede zwischen den Fischarten. Besonders für Kabeljau werde mit einem Überschuss und einer entsprechenden Preisentwicklung gerechnet. Bei Schellfisch und Seelachs geht Globefish dagegen von einem weiteren Preisanstieg aus.

Für den deutschen Markt bleibt Alaska-Seelachs die wichtigste Gattung, auch wenn 2013 deutlich weniger importiert wurde als noch 2012: Von 157.100 Tonnen sank die Einfuhr auf 137.100 Tonnen. Auch die Importe des für den deutschen Markt wichtigen Seehechts gingen im vergangenen Jahr um etwa zehn Prozent zurück im Vergleich zu 2012. Ein deutliches Plus konnte dagegen beim Kabeljau-Import verbucht werden: Von 21.900 auf 25.200 Tonnen.

Der Markt für Fischstäbchen und andere günstige Weißfisch-Produkte sei allerdings zurzeit ein Rennen um den günstigsten Preis, meint Globefish. Besonders auf dem europäischen Markt seien die Preise unter starkem Druck, den vor allem die Lieferanten von Alaska-Seelachs spürten, die sich in großer Konkurrenz mit chinesischen Herstellern befinden. Dies führe dazu, dass sich bereits einige nordamerikanische Lieferanten vom europäischen Markt abwendeten, um künftig Wachstum auf dem US-Markt zu generieren.

Eine mögliche Veränderung für den europäischen Weißfischmarkt sieht Globefish in der Markteinführung von gefarmtem Kohlenfisch (Black Cod). Der besonders in Asien beliebte Fisch werde bisher nur von einer Firma in Kanada produziert, die diesen jedoch künftig auf dem europäischen Markt populär machen möchte. (Juni 2014, Autor: Michael Berkemeier) Quelle: Globefish