Vandemoortele: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Der Nahrungsmittelkonzern Vandemoortele muss für die ersten sechs Monate des Jahres einen Umsatzrückgang sowie eine gestiegene Verschuldung hinnehmen. Die Umsätze reduzierten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um fünf Millionen auf 611 Millionen Euro. Die Verschuldung stieg aufgrund eines höheren Cash-Flows, Investitionen, einer Dividendenauszahlung sowie Finanz- und Steueraufwendungen von 69 auf 83 Millionen Euro an. Dagegen verbesserte sich das EBITDA der Belgier.

Im ersten Halbjahr stieg das EBITDA um zehn auf 50 Millionen Euro und liegt damit innerhalb der erwarteten Spanne. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern nahm um zwölf Millionen Euro zu und betrug zum 30. Juni 2014 28 Millionen Euro. Das Nettoergebnis liegt bei fünf Millionen Euro.

Die Umsätze im Kerngeschäft Lipids gingen um sechs Prozent auf 273 Millionen Euro zurück. Während die Umsatzmenge stabil blieb, führten niedrigere Preise für Rohstoffe zu geringeren Verkaufspreisen. Das EBITDA nahm um zwei auf 22 Millionen Euro zu. Im Segment Bäckereiprodukte nahm der Umsatz um vier Prozent auf 336 Millionen Euro zu. Vandemoortele führt dieses Ergebnis auf einen verbesserten Produktmix und einer optimierten Versorgungskette zurück. Das EBITDA legte um neun auf 28 Millionen Euro zu. Das Unternehmen betrachtet jedoch die schwankenden Rohstoffpreise in diesem Geschäft weiterhin mit Sorge.

Für das Gesamtjahr 2014 erwartet Vandemoortele leicht steigende Umsätze. Das EBITDA soll höher ausfallen. Bei der Verschuldung erwartet das Unternehmen keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr.   Webseiten-Ausriss: Vandemoortele   (September 2014, Autor: Marc Hankmann),   Quelle: Vandemoortele