Palettenstreit: EPAL und UIC einigen sich

Die European Pallet Association (EPAL) hat mit dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC) einen ersten Schritt hin zu einer Beilegung des seit zwei Jahren andauerenden Streits um die Tauschfähigkeit von Europool-Paletten erreicht. Heute unterzeichneten beide Verbände eine gemeinsame Vereinbarung. Viele weitere Probleme in der Auseinandersetzung bleiben aber zunächst ungelöst.

Die Vereinbarung sieht die uneingeschränkte Tauschfähigkeit der Paletten beider Organisationen vor. Der Streit entbrannte vor rund zwei Jahren an dem Bestreben des UIC, einheitliche Beschriftungen für sämtliche Europool-Paletten einführen zu wollen. Die EPAL pochte auf ihr Markenzeichen. Später kamen unterschiedliche Auffassungen über die Qualitätskontrolle hinzu. Letztendlich führte der Streit dazu, dass die UIC neue EPAL-Paletten nicht mehr als tauschfähig ansah.

Mit der Vereinbarung wird die Tauschfähigkeit wieder hergestellt. Die übrigen Probleme zwischen beiden Verbänden, insbesondere die Frage der Beschriftung, bleiben jedoch zunächst bestehen. Um im Markt funktionierende Strukturen zu schaffen, hat die EPAL dem UIC angeboten, die gesamte Organisation des Palettenpools zu übernehmen, einschließlich externer Qualitätskontrollen durch eine unabhängige Prüforganisation. „Jetzt liegt der Ball im Spielfeld der UIC“, so EPAL-CEO Martin Leibrandt.   Bild: Archiv   (November 2014, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: EPAL