Ernährungsindustrie: Umsatz-Einbußen

Die Umsätze der Ernährungsindustrie gingen 2014 leicht zurück. Nach Berechnungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erzielten die Lebensmittelhersteller 173,2 Milliarden Euro Umsatz und damit 1,1 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Abzüglich sinkender Verkaufspreise ging der Branchenumsatz noch um 0,9 Prozent zurück. Der Konsolidierungsdruck in der Branche setzt sich fort. Nach ersten BVE-Schätzungen sank die Zahl der Betriebe 2014 um 1,7 Prozent wobei die Beschäftigung leicht um gut 1.000 Stellen ausgebaut wurde.

„Ein zunehmender Konkurrenzdruck im harten internationalen Wettbewerb, stagnierende Verkaufspreise, ein hohes Kostenniveau, immer mehr Regulierung, die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel und ein schwaches Exportgeschäft belasten die Hersteller“, so Christoph Minhoff (Foto), Hauptgeschäftsführer der BVE. „Zudem steigen das Konsumbewusstsein und die Ansprüche der Verbraucher an. Unsere Lebensmittelqualität war noch nie so hoch.“ Der intensive Wettbewerb führe in Deutschland zu einem Lebensmittelangebot so hochwertig und vielfältig wie nie zuvor, und das zu einem günstigen Preisniveau. Ein ausführliches Interview mit Christoph Minhoff zu den Entwicklungen in der Lebensmittelindustrie veröffentlicht tk-report minus 18 in seinem Jahresheft, das am 6. Februar erscheint.   (Januar 2015, Redaktion: Jörg Rüdiger)   Quelle: BVE