Neuer Verein will italienische Produkte schützen

Die Italienische Handelskammer für Deutschland (Itkam) und die Italienische Handelskammer München-Stuttgart haben zusammen mit dem italienischen Landwirtschaftsverband Confagricoltura den Verein „Italian Sounding“ gegründet, um „Made in Italy“-Produkte auf dem deutschen Markt zu schützen. Damit gehen die Initiatoren gegen den Missbrauch der italienischen Fahne sowie italienischer oder pseudo-italienischer Worte vor, mit denen nicht-italienische Produkte vertrieben werden.

Dieses Phänomen wird als „Italian Sounding“ bezeichnet und betrifft nach Angaben der Vereinsgründer die renommiertesten italienischen Produkte insbesondere in der Lebensmittelbranche und im Mode- und Designsektor. In Deutschland wird der Missbrauch des „Italian Sounding“ als zivilrechtliches Vergehen betrachtet: Verbraucherbetrug einerseits und unlauterer Wettbewerb gegenüber dem italienischen Hersteller andererseits. Jedoch erlaubt das deutsche Recht nur bestimmten Einrichtungen eine Klagebefugnis. Daher haben die Handelskammern und der Landwirtschaftsverband beschlossen, den Verein „Italian Sounding“ zu gründen.   (Februar 2015, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: ITKAM