Alaska-Wildlachs will zurück zum MSC

Alaskas Wildlachs-Wirtschaft will ihre Nachhaltigkeit wieder vom MSC zertifizieren lassen. Angesichts zu erwartender historisch hoher Fänge bei Sockeye und Pink Lachsen wollen die Produzenten, die sich 2012 aus der Nachhaltigkeits-Zertifizierung durch den Marine Stewardship Council (MSC) verabschiedet hatten, nun wieder Gespräche mit dem Zertifizierer aufnehmen, berichtet Undercurrent News. Die Produzenten stehen für rund 70 Prozent der Alaska Wildlachse. Die anderen Lachsproduzenten, die für etwa 30 Prozent der Fangmengen stehen, waren beim MSC als Zertifizierer geblieben. Als Begründung aus der Lachswirtschaft heißt es, dass man angesichts der zu erwartenden hohen Fänge Handelshemmnisse vermeiden will.

In Vorbereitung auf den Ausstieg aus dem MSC 2012 hatte Alaskas Fischwirtschaft ein eigenes Zertifizierungsprogramm auf Basis der Richtlinien der Welternährungsorganisation (FAO) zu nachhaltiger Fischerei gestartet. In ihm werden keine Lizenzgebühren für den Weg durch die Handelsketten verlangt. Trotzdem hatte es bislang nicht den Stellenwert des gut etablierten MSC erlangen können. Aus Kreisen der europäischen Fischwirtschaft wurde die mögliche Rückkehr der Alaska-Lachswirtschaft zum MSC ausdrücklich begrüßt.   Archivfoto: ASMI    (April 2015, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Undercurrent-News