Deutsche kochen weniger als andere Nationen

Deutsche Verbraucher verbringen über fünf Stunden in der Woche mit Kochen. Dabei stehen Frauen länger am Herd als Männer, bestätigt eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Marktforscher hatten mehr als 27.000 Verbraucher ab 15 Jahren in 22 Ländern online oder persönlich interviewt. In Deutschland waren rund 1.500 Probanden beteiligt. Personen, die überhaupt nicht kochen, wurden nicht berücksichtigt. Der Deutsche kocht im Durchschnitt 5,4 Stunden in der Woche. Ältere verbringen mehr Zeit in der Küche: 50- bis 59-Jährige und über 60-Jährige stehen durchschnittlich mehr als sechs Stunden wöchentlich vorm Herd. Bei jüngeren Menschen im Alter von 15- bis 19 Jahren und 20 bis 29 Jahren sind es nur etwas über vier Stunden.

Generell wird in anderen Ländern mehr gekocht. Spitzenreiter ist Indien mit 13,2 Wochenstunden, gefolgt von der Ukraine (13,1 h), Südafrika (9,5 h) und Indonesien (8,3 h). Nur die Brasilianer (5,2 h), die Türken (4,9 h) und die Südkoreaner (3,7 h) verbringen noch weniger Zeit vor dem Herd als die Deutschen. Besonders viel Herzblut stecken die Italiener in die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten: 43 Prozent fühlen die Leidenschaft für das Kochen. In Südafrika sind es 42 Prozent, in Indonesien und Mexiko je 40 Prozent und in Indien 39 Prozent. Da liegt Deutschland mit 26 Prozent leidenschaftlichen Hobbyköchen im Mittelfeld. Immerhin schwingen 36 Prozent wenigstens einmal in der Woche aus reiner Freude den Kochlöffel.

Weitere 26 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass sie umfangreiches Wissen und Erfahrung im Bereich Ernährung und Kochen haben. Vor allem die ältere Generation ist von ihren Fähigkeiten überzeugt, bei den 50- bis 59-Jährigen liegt der Anteil bei 33 Prozent. Rund um den Globus sind 29 Prozent dieser Ansicht.   Foto: goodluz – Fotolia.com   (April 2015, Autorin: Heike Kreutz)   Quelle: www.aid.de