Lamberet geht an chinesische Avic-Gruppe

Die Lamberet SAS erhält einen neuen Besitzer. Xinfei France, ein Tochterunternehmen der chinesischen Avic-Gruppe, übernahm 100 Prozent der Anteile des Kühlfahrzeugherstellers. Der Aktionärswechsel ziehe keinerlei Änderung im Management oder allgemeinen Betrieb der Gruppe nach sich, teilt Lamberet mit. So bleibt Erick Mejean geschäftsführender Direktor des Unternehmens.

Lamberet SAS wurde im April 2009 nach der Liquidation von Lamberet  Constructions Isothermes SA gegründet. Zur Lamberet-Gruppe gehört die Lamberet Deutschland GmbH mit ihren Tochterunternehmen Kerstner und Frigo-Rent. Die deutschen Töchter waren von der Insolvenz der Muttergesellschaft im Jahr 2008 aber nicht betroffen.

Mejean will durch die Übernahme von Avic F&E-Synergien nutzen und durch das Einkaufspotenzial der chinesischen Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit von Lamberet stärken. 2014 belief sich der konsolidierte Umsatz auf 140 Millionen Euro (2009: 70 Millionen Euro). Davon entfallen mehr als 50 Prozent auf den Export, 18 Prozent mehr als noch 2013. Lamberet vertreibt seine Fahrzeuge und Aufbauten in 37 Ländern.

Die Avic-Gruppe ist hauptsächlich im Bereich Aeronautik aktiv. Sie ist mit den dort verwendeten Techniken und Materialien wie zum Beispiel Verbundwerkstoffen vertraut. Darüber hinaus ist sie auch in den Bereichen Ausrüstungen für Bodenfahrzeuge sowie medizinischer, elektrischer und Kühlausrüstungen aktiv. Der Konzern beschäftigt insgesamt 400.000 Mitarbeiter, die sich auf 200 Gesellschaften in mehr als 100 Ländern verteilen.   Bild: LAMBERET SAS   (Mai 2015, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: LAMBERET SAS