McDonald's: Neugliederung der Absatzmärkte

Burger sind Trend ( siehe tk-report minus 18, Ausgabe 4/2015). Der Branchenführer McDonald’s spürte davon jedoch in der jüngeren Vergangenheit nichts und musste einen stetigen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Der neue Konzernchef Steve Easterbrook reagiert darauf mit einem neuem Gesamtkonzept: die Absatzmärkte werden neu gegliedert, die Unternehmensstruktur soll verschlankt, die Kundenfreundlichkeit erhöht und der Franchise-Anteil ausgebaut werden.

Die Franchising-Läden machen bisher noch einen Anteil von 81 Prozent des Unternehmens aus. Easterbrook will bis 2018 etwa 3.500 konzerneigene Restaurants verkaufen und so den Franchise-Anteil auf 90 Prozent erhöhen. Außerdem soll die Effizienz im Unternehmen gesteigert und die Struktur vereinfacht werden. So sollen jährlich ab 2017 rund 300 Millionen Dollar eingespart werden. Außerdem sollen die Absatzmärkte neu gegliedert werden. Entscheidend sind hier künftig nicht mehr die Regionen, sondern ihre Bedeutung für McDonald’s. Vier Gruppen werde es künftig geben. Die USA bilden als wichtigster Markt eine eigene Gruppe. Dann gibt es die „International Lead Markets“, zu denen neben Deutschland auch Kanada, Frankreich, Großbritannien und Australien gehören. Doug Goare, bisher verantwortlich für das Europa-Geschäft von McDonald’s, werde künftig President International Lead Markets.

Außerdem gibt es die Gruppe der großen Wachstumsmärkte, zu denen unter anderem Russland, die Niederlande, China, Italien, Polen, die Schweiz, Südkorea und Spanien zählen. Die letzte Kategorie sind die „Foundational Markets“, also eine Gruppe von Absatzmärkten, auf denen das Unternehmen aktuell noch nicht stark oder gar nicht vertreten ist, aber künftig hohes Potenzial sieht.    Bild: McDonald’s   (Mai 2015, Autor: Michael Berkemeier)   Quelle: McDonald’s Inc.