Nach Neuausrichtung: Lekkerland steigert Umsatz

Im vergangenen Jahr hat die Lekkerland Gruppe erste Ergebnisse auf dem Weg der Neuausrichtung erreicht. In allen sechs Ländern haben Großkunden Verträge mit Lekkerland verlängert, bedeutende Neukunden haben sich für den Experten für „On-the-go“-Konsum entschieden. Insgesamt konnte die Gruppe den Umsatz um 294,5 Millionen Euro auf knapp zwölf Milliarden Euro steigern. Im österreichischen Heimatmarkt gelang dem Konzern eine leichte Steigerung des Umsatzes um 0,7 Prozent auf 80,3 Millionen Euro.

Der Rohertrag erhöhte sich um 24,8 auf 572 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis hat sich um insgesamt 4,4 Millionen Euro auf 43,3 Millionen Euro verbessert. „Dieses Ergebnis zeigt, dass unsere Strategie greift“, erläutert Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Lekkerland Gruppe. Nicht mit inbegriffen ist der nicht fortgeführte Geschäftsbereich Osteuropa.

Im Rahmen der Strategie „Convenience 2020“ bezeichnet Lekkerland die Einführung der Multitemperatur-Logistik in der Schweiz und in Österreich als strategisch wichtig, womit die gruppenweite Einführung dieser Logistiklösung abgeschlossen ist. Beide Länder konnten Mineralölgesellschaften überzeugen, künftig auch ihr Tiefkühlsortiment von Lekkerland zu beziehen. Da Verbraucher unterwegs verstärkt zu frischen Produkten greifen, stand der konsequente Ausbau der Foodservice-Konzepte auf der Agenda. So wurden in Deutschland und den Niederlanden neue Kaffee- und Bistromodule eingeführt.

Dennoch sieht sich die Gruppe am Anfang eines herausfordernden Veränderungsprozesses. „In einigen Ländern, allen voran in Deutschland, arbeiten wir mit Nachdruck an einer deutlichen Verbesserung unserer Effizienz“, so Lekkerland-Chef Hoffmann. So haben sich die operativen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent erhöht. Dabei sind die Vertriebskosten um 7,4 Millionen und die Verwaltungskosten um 7,7 Millionen Euro gestiegen.   Bild: Peter Obenaus, Köln   (Mai 2015, Autor: Marc Hankmann) Quelle: Lekkerland Gruppe