Frosta wächst und leidet unter schwachem Euro

Die Aktionäre der Frosta AG haben auf der heutigen Hauptversammlung mit 79,81 Prozent den im Konzernjahresabschluss 2014 ausgewiesenen Gewinn von 17,3 Millionen Euro zustimmend zur Kenntnis genommen und die Ausschüttung einer Dividende von 1,36 Euro pro Aktie beschlossen. Dies entspricht einer Dividendensumme von 9,2 Millionen Euro. Der Gewinn liegt über fünf Millionen Euro höher als im Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte 2015 rechnet der Spezialist für Tiefkühlgerichte jedoch mit rückläufigen Ergebnissen.

Auch der Umsatz der Frosta ist 2014 mit 408 Millionen Euro um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote des Konzerns verbesserte sich ebenfalls mit einem Wert von 53,5 Prozent. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um über ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr abgebaut. Die Anzahl der Beschäftigten ist auf 1.559 angestiegen.

Ob die Frosta AG auch in diesem Jahr ihren Wachstumskurs fortsetzen kann, ist fraglich. Zwar liegt der Umsatz in den ersten fünf Monate nach Angaben des Unternehmens über und das Konzernergebnis auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch verteuerte sich aufgrund des stark gefallenen Euros ein Großteil der Rohwaren signifikant, die Frosta in US-Dollar einkauft. Diese Kostensteigerungen konnten bisher noch durch Währungssicherungen und Preiserhöhungen abgefedert werden. Aber nun muss Frosta die nachhaltigen Kostensteigerungen der Rohwaren durch weitere Preiserhöhungen kompensieren. Daher rechnet die Unternehmesspitze zum jetzigen Zeitpunkt für das zweite Halbjahr mit gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Ergebnissen.   Webseiten-Ausschnitt: FRoSTA AG   (Juni 2015, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: FRoSTA AG