Umsatzeinbruch in der Fischindustrie

4,4 Prozent Umsatzrückgang auf 2,05 Milliarden Euro beklagten Deutschlands Fischindustrie und Fischgroßhandel auf der Mitgliederversammlung ihres Verbandes in Hamburg für 2014. Besonders stark waren die Einbußen im Auslandsumsatz, der um 12,5 Prozent auf 466 Millionen Euro zurückging. Hinzu kamen schwierige unternehmerische Herausforderungen. „Noch nie sorgten die im Rahmen der neuen EU-Fischmarktpolitik erlassenen Rechtsvorschriften bei der Umsetzung in die Praxis für eine derart große Verunsicherung in der Branche“, stellte der Verbandsvorsitzende Dr. Peter Dill (Foto) fest. Die Unternehmen hätten unter zeitlichem sowie personellem Druck gestanden, die Vorgaben der neuen Lebensmittelinformations-Verordnung rechtzeitig und umfassend zu erfüllen.

Nach wie vor verbesserungswürdig sei die Ertragslage. „Besonders haben im Berichtsjahr die Kosten zur Sicherstellung der neuen gesetzlichen Informations- und Kennzeichnungsanforderungen die Bilanzen der Unternehmen beeinflusst“, so der Verband. „Die Kosten werden auch in den Folgejahren ihre Spuren hinterlassen.“ Ferner belaste die Schwäche des Euros gegenüber dem US-Dollar den Einkauf von Rohwaren auf US-Dollar-Basis.

„Den Unternehmen der Fischindustrie und des Fischgroßhandels in Deutschland fällt im Jahr 2015 einmal mehr die Aufgabe zu, die Einkaufsbereitschaft der Verbraucher in Deutschland so zu fördern, dass Fisch und Meeresfrüchte einen soliden Platz bei den täglichen Kaufentscheidungen erhalten“, erklärte Verbandsgeschäftsführer Dr. Matthias Keller. „Die Chancen hierfür stehen gut, denn der Verbraucher kann aus einer großen Anzahl an international wie regional gewonnenen Fischen, Krebs- und Weichtieren wählen und über eine Vielzahl attraktiver Produkte und zahlreiche Einkaufsstätten in Deutschland seinen Bedarf an Fisch und Meeresfrüchten decken.   Archivfoto: Rüdiger   (Juni 2015, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Bundesverband Fisch