Studie: große Mängel beim Wissen über Fett

Sechs von zehn Deutschen können nicht einschätzen, welche Fettsäuren gesund oder ungesund sind (s. Grafik, anklicken für vergrößerte Darstellung). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Forsa. Des Weiteren können 72 Prozent der befragten Personen mit dem Begriff trans-Fettsäuren nichts anfangen. Mehr als die Hälfte weiß nicht, in welchen Lebensmitteln besonders viele ungesunde Fettsäuren stecken. Zusätzlich stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beim Fettkonsum in Deutschland fest, dass ein Durchschnittsmann (35 bis 51 Jahre) hierzulande im Jahr nicht nur 4,4 kg zu viel Gesamtfett, sondern auch 5,1 kg zu viel gesättigte und 2,5 kg zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren isst.

Die repräsentative Forsa-Studie im Auftrag von Unilever zeigt generell eine positive Grundeinstellung der Befragten gegenüber Fett. So halten 86 Prozent Fett in Maßen für lebensnotwendig. Zu Recht, auch laut Empfehlungen der DGE darf Fett ca. 30 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Doch bei gesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren offenbart die Studie große Wissenslücken. Zwar kennen 73 Prozent der Deutschen diese Fettsäuren, aber nur die Hälfte schreibt ihnen eine ungesunde bzw. gesunde Wirkung zu.

Anders sieht es bei Omega-3-Fettsäuren aus: 88 Prozent der Deutschen kennen diese Fettsäuren und 78 Prozent schätzen sie als gesund ein. Dagegen sind nur 34 Prozent Omega-6-Säuren bekannt und nur 46 Prozent schreiben ihnen eine positive Wirkung zu. Forsa hat für die Studie im März 2015 1.003 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren befragt.   Grafik: Forsa   (August 2015, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: Forsa

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