Frosta gibt Zutaten-Herkunft an

Frosta will künftig für alle Zutaten seiner Produkte das Herkunftsland auf der Verpackung angeben. Realisiert wird das durch ein Aufdrucken auf die vorhandene Packung. „Der Aufwand ist überschaubar“, zitiert „Der Spiegel“ Firmenchef Felix Ahlers. Für „wenige Cent“ Mehrkosten könne der Verbraucher nun bei der „Steakhouse Pfanne“ ablesen, dass Rosmarin, Salz, Butter und die Rinderhacksteaks aus Deutschland stammen, die Paprika aber aus Brasilien, Pfeffer aus Vietnam und Koriander aus Bulgarien kommt, schreibt das Nachrichten-Magazin in seiner Ausgabe vom 5. September. Für den 8. September hat Frosta zu einem Pressegespräch zu diesem Thema eingeladen. tk-report minus 18 wird dort versuchen herauszufinden, aus welchen Ländern denn nun die einzelnen Zutaten der Hacksteaks stammen.

Frosta setzt mit dieser Aktion seinen Weg zu mehr Transparenz fort. Erst vor wenigen Monaten hatte der Tiefkühlkost-Spezialist Teile der Außenwand seiner Bremerhavener Produktion durch Glasfenster ersetzt, um den Passanten einen Einblick in die Verarbeitung zu geben (s. tk-18 Meldung). Eine Beschreibung aller Zutaten seiner Markenprodukte steht bei Frosta schon seit Jahren auf den Packungen der Markenprodukte (Foto: Frosta – zum Vergrößern anklicken), bei denen seit dem Jahr 2003 auf jegliche Zusatzstoffe verzichtet wird.

Das Aufdrucken sich verändernder Herkunftsdaten während der Produktion nutzen auch andere Hersteller bereits. So gibt der Mecklenburger Fischverarbeiter Femeg seit Juni 2013 eine chargengenaue erweiterte Information zu seinen Fischprodukten voll ausgeschrieben direkt auf der Verpackung: Fischart und Lateinische Bezeichnung, Fangmethode, Fanggebiet, Fangnation, Fangschiff, Fangtag, Tag der Erstfrostung, Anlandehafen, Anlandetag und den kompletten Weg des jeweiligen Fisches vom Fanggebiet bis in den Supermarkt. Femeg hatte dafür in seine IT-Infrastruktur und eine neue Drucktechnik investieren müssen (s. tk-18 Meldung).   (September 2015, Autor: Jörg Rüdiger)

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