Frosta will mehr Transparenz

Ab sofort kommt die Frosta „Steakhouse Pfanne“ mit einem Aufdruck in den Handel, der die Herkunftsländer aller Zutaten auf der Packung auflistet (zum Vergrößern aufs Bild klicken). Im November sollen die Gemüse-Pfannen folgen und nach und nach alle weiteren Frosta Markenprodukte, kündigte Vorstand Hinnerk Ehlers auf einer Pressekonferenz in Hamburg an. Möglich wird dies durch ein flexibles heißes Aufdrucken der über SAP chargengenau erfassten Herkunftsdaten in ein dafür auf der Packung freigelassenes weißes Feld. Der Vorstandvorsitzende Felix Ahlers hofft mit diesem Schritt auch andere Lebensmittelhersteller zu detaillierten Herkunftsangaben ermutigen zu können. Eine erhöhte Transparenz könne das Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft insgesamt stärken. Die Kosten seien nach der Anfangs-Investiton minimal: „Eine Tintenpatrone kostet 28 Euro und reicht für 12.000 Packungen.“

Frosta verarbeitet über 200 Zutaten aus 35 Ländern in knapp 90 Produkten. Die Herkunft auf der Packung auszuweisen setze voraus, sie genau zu kennen, was bei Frosta für jede Zutat gegeben sei, führte Ehlers aus: „Wir kaufen nicht auf dem Spotmarkt, sondern bei von uns selbst auditierten festen Liefeanten.“ Für die Rinderhacksteaks in der „Steakhouse Pfanne“ wurde auf einer Beispielpackung ebenso wie für Butter und Speisesalz das Herkunftsland „Deutschland“ angegeben. Wer auch noch die Herkunft aller 20 Zutaten in den Rinderhacksteaks wissen möchte, muss diese allerdings im Frosta „Zutatentracker“ im Internet recherchieren, der bereits seit 2013 bei Eingabe des entsprechenden „Tracking-Codes“ auf der Packung (hier L5230F17B) Informationen über alle Zutaten bereithält.

In Umfragen von Verbraucherorganisationen hätten neun von zehn Käufern Herkunftsangaben auf Lebensmitteln als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ bezeichnet, schildert Hinnerk Ehlers und meint „Herkunftsangaben von Zutaten gehören einfach auf die Verpackung“. Frosta wolle mit seinem Vorstoß auch zeigen, dass dies weder technisch noch unter Kostenaspekten ein Problem sei und die Transparenz im Markt erhöhen, schilderte Felix Ahlers. Unverständnis äußerten beide Vorstände darüber, dass Herkunftsangaben für frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Eier vorgeschrieben seien, sie aber unter den Tisch fallen dürften, sobald ein Lebensmittel verarbeitet sei.   (September 2015, Autor: Jörg Rüdiger)

Lesen Sie dazu auch: Frosta gibt Zutaten-Herkunft an / Frosta mit gläserner Produktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.