GS1 widerspricht Reuters: Barcode bleibt

Entgegen der Meldung der Nachrichtenagentur Thomson Reuters vom 31. August 2015 werde der EAN-Barcode nicht von einer anderen Symbologie abgelöst. Das erklärt der Barcode-Entwickler GS1 Germany in einer Stellungnahme. So sei es nicht richtig, dass der Barcode vor dem Ende stehe oder dass man per Scan des Barcodes keine Informationen zu Allergenen, Inhaltsstoffen oder Nährwertangaben abrufen könne. Ebenso widerspricht GS1 der Behauptung, das Unternehmen habe erkannt, dass das alte System keine große Zukunft habe und der GS1 DataBar als Antwort ins Rennen geschickt würde.

„Der altbekannte Barcode ist ein in der Konsumgüterbranche zu 100 Prozent und in vielen anderen Branchen ebenfalls verbreiteter Standard“, erklärt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Er würde nur gänzlich dann durch einen anderen Barcode ersetzt, wenn das einen tatsächlichen Nutzen stiften würde.“ Der sogenannte Strichcode verschlüsselt die Artikelnummer, mit der man Stammdaten wie Inhaltsstoffe, Allergene oder Kaloriengehalt abrufen kann. Neuere Standards fügen zum Beispiel Los- oder Chargennummern hinzu, mit denen Mindesthaltbarkeit oder Herkunft abrufbar werden. GS1 entwickele den eigenen Standard stetig weiter. „Eine Abschaffung des Barcodes steht dabei nicht im Raum“, sagt GS1-Chef Pretzel.   Bild: GS1 Germany   (September 2015, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: GS1 Germany

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.