Transgourmet kauft Frischeparadies und Hafro von Dr. Oetker

Der Zustell-Großhändler Transgourmet übernimmt von der Dr. August Oetker KG (Oetker-Gruppe) die Frischeparadies-Gruppe, einen auf die Gastronomie spezialisierten Großhandel für gehobene Ansprüche. Der Kauf beinhaltet nach Oetker-Angaben auch das Importhandelshaus Hamburger Feinfrost (Hafro) GmbH in Hamburg. Entsprechende Verträge wurden am 25. September 2015 unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Nachrichtendienst Bloomberg Business zitiert namentlich nicht genannte Verhandlungsteilnehmer mit der Aussage, Dr. Oetker hätte in Verhandlungen mit der ebenfalls interessierten Metro-Gruppe eine Summe von 80 Millionen Euro für die Gruppe gefordert. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden. Mit der Übernahme wird Transgourmet sein Angebot erweitern, während sich die Oetker-Gruppe zukünftig auf den weiteren Ausbau der bereits bestehenden Geschäftsbereiche fokussieren wird, erklärte die Dr. August Oetker KG in einer Pressemitteilung.

Neben acht Abholstandorten und Ausliefergeschäften in Deutschland betreibt die Frischeparadies-Gruppe zwei Standorte in Österreich. In ihren Spezialmärkten bietet sie ihren Kunden – vor allem Gastronomen – über 12.000 Delikatessen aus mehr als 70 Ländern. Neben dem Vollsortimentsangebot in den Märkten werden die Delikatessen auch nach Dänemark, Polen, Tschechien, das Baltikum und Mallorca geliefert. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen nach Oetker-Angaben einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro. „Die über 600 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich werden alle vom Käufer übernommen“, versichert der Bielefelder Konzern.   Auch die Deutsche See hätte die Frischeparadies-Gruppe gern gekauft, teilte deren PR-Agentur a+o Ges. für Kommunikationsberatung mbH in Hamburg unter Berufung auf eine ‚anonyme Quelle‘ mit. Es sei ‚ein starkes Angebot abgegeben‘ worden.   Archivfoto: Frischeparadies   (September 2015, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Dr. Oetker / Bloomberg

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