Kids essen zunehmend außerhalb

„Das Essverhalten heranwachsender Generationen unterliegt einem grundlegenden Wandel“, zitiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) aus einer neuen Verbraucherstudie. In der Studie „Consumers‘ Choice ‘15“ mit dem Thema „Die Auflösung der Ernährungsriten – Folgen für das Ess- und Kochverhalten“ hat die BVE gemeinsam mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) untersucht, wie sich das Ernährungsverhalten verschiedener Generation verändert und mit Zahlen belegt, welche Produkte in Zukunft verstärkt nachgefragt werden.

„Der Verbraucher lebt heute in einem unstrukturierten Alltag mit einem hohen Grad an Mobilität und Spontaneität“, erklärt Minhoff. Dies fordere nicht nur sein Zeitmanagement sondern auch die Gestaltung seines sozialen Umfelds heraus: Feste Konsummuster und Strukturen werden bei zunehmendem Zeitmangel zum Stressfaktor. 49 Prozent der jungen Generation empfinden einen gestiegenen Zeitstress. „Folglich bedeutet Vielfalt und Vielseitigkeit in der Ernährung auch das Loslösen von traditionellen Ernährungsnormen“, so Minhoff.

Die Zahl der null- bis 16-jährigen, die ihr Mittagessen zu Hause einnehmen, ist der Studie zufolge im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre um 22 Prozent zurückgegangen. 2015 wurden insgesamt in Deutschland 3,08 Milliarden Mahlzeiten weniger zu Hause verzehrt als 2005, vor allem beim Frühstück und Mittagessen. Das Abendessen konnte jedoch um 2 Millionen Mahlzeiten zulegen. Dabei wählten die Konsumenten ihre Lebensmittel zunehmend bewusster aus: „Qualität bestimmt heute bei 51 Prozent der Verbraucher, ob ein Produkt gekauft wird.“ Teil des bewussten Konsums sei auch ein Trend zur vegetarischen Ernährung. Die Studie „Consumers Choice 2015“ wird auf der Anuga vorgestellt werden.   Foto: Monkey Business, Fotolia   (Oktober 2015, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: BVE

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