Ernährungsindustrie im Umsatztief

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete 2015 nach ersten Schätzungen einen Umsatz von 166,3 Milliarden Euro und erzielte damit das schlechteste Jahresergebnis der letzten vier Jahre, teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) anlässlich der am 15. Januar 2016 beginnenden Internationalen Grünen Woche mit. BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff forderte angesichts dieses Ergebnisses eine branchengerechte Wirtschaftspolitik.

Der Branchenumsatz sank im Vorjahresvergleich um 3,4 Prozent. Dazu beigetragen haben die sinkenden Verkaufspreise für die Lebensmittelhersteller. Der Preisverfall betrug im Inland 2,3 und im Ausland 2,2 Prozent. Die Absatzmengen gingen um 1,1 Prozent zurück. Auch die Lebensmittelproduktion nahm ab, der saison- und kalenderbereinigte Produktionsindex sank um 1,3 Prozent.

„Nach dem schlechtesten Jahresergebnis seit vier Jahren steht die Ernährungsindustrie in Deutschland unter einem enormen Druck“, erklärt Minhoff. Eine schwache Nachfrage, anhaltend hohe Kosten bei Löhnen, Energie und Rohstoffen sowie ein zunehmender Konkurrenzdruck und schwindende Gewinnspielräume im Auslandsgeschäft steigerten laut BVE den Ertragsdruck für die Ernährungsindustrie.

Minhoff fordert die Politik auf, dieser Situation nicht durch kostenintensive Vorschriften Vorschub zu leisten. „Wir benötigen eine branchengerechte Wirtschaftspolitik, die die Bedürfnisse aller Teile der Wertschöpfungskette berücksichtigt“, so der BVE-Hauptgeschäftsführer. Weitere Konjunkturdaten stellt die Vereinigung auf ihrer Webseite bereit.   Archivfoto: Rüdiger  (Januar 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: BVE

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