Ernährungsreport: Nur 3 Prozent Vegetarier?

Das Ernährungsbewusstsein in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und ist bei Frauen ausgeprägter als bei Männern. Das macht der „Ernährungsreport 2016“ deutlich, der von Bundesernährungsminister Christian Schmidt am 5. Januar in Berlin vorgestellt wurde. Basis ist eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgerinnen und Bürgern über 14 Jahren im Oktober 2015. Von ihnen verzichten nur 3 Prozent – 6 Prozent der Frauen und 1 Prozent der Männer – gänzlich auf Fleisch und Wurst, lautet eines der vorgestellten Ergebnisse. Alle Umfragen, die tk-report minus 18 in letzter Zeit veröffentlicht hatte, gehen von einer um 100 bis 200 Prozent höheren Zahl von Vegetariern aus. 12 Prozent der Befragten meiden aufgrund von Unverträglichkeiten oder Allergien bestimmte Lebensmittel, vor allem Laktose und Gluten.

Insgesamt wird in Deutschland gern gekocht – auch von Jugendlichen und in Single-Haushalten – doch nur von Erwachsenen in größeren Haushalten auch häufig. Insgesamt kochen 41 Prozent „fast täglich“ und weitere 37 Prozent „zwei- bis dreimal pro Woche“. Für artgerechtere Tierhaltung würden viele der Befragten mehr Geld ausgeben: 45 Prozent „auf jeden Fall“, weitere 44 Prozent wären „eher bereit“ im Durschnitt 65 Prozent mehr zu bezahlen. Auch den Landwirten wünschen sie ein höheres Einkommen (86 %). Mit ihren Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel sind die meisten zufrieden; das Online-Angebot wird dabei weiterhin kaum genutzt. Noch immer landen viele Lebensmittel im Müll. Als Beispiel für ungesunde Ernährung wird im „Ernährungsreport 2016“ neben Softdrinks und Naschen mal wieder die Tiefkühlpizza impliziert. Ein PDF der vollständigen Umfrageergebnisse kann hier beim Ernährungsministerium herunter geladen werden.   (Januar 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: BMEL

 

 

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