Greenpeace: Nur Karpfen unbedenklich

Wer auf Fisch nicht verzichten möchte, kann laut Greenpeace-Fischratgeber beim Karpfen ohne schlechtes Gewissen zugreifen. Hering und Wels seien ebenfalls noch überwiegend vertretbar, jedoch mit Ausnahmen, wie die Umweltorganisation in der aktualisierten Auflage des Ratgebers mitteilt, die heute, am 20. Januar 2016, erschienen ist. Im Fischratgeber wird jedoch auch der Konkurrenzkampf zwischen Greenpeace und dem World Wide Fund For Nature (WWF) deutlich.

Mit einer uneingeschränkt grünen Bewertung sei der Karpfen nach Angaben von Greenpeace ein Einzelfall. Bei allen anderen Fischarten gelte es, genauer hinzusehen. „Zahlreiche Fang- und Zuchtmethoden schaden der Umwelt erheblich“, sagt Sandra Schöttner, Meeresexpertin von Greenpeace. Viele Bestände seien überfischt.

Laut Greenpeace solle man zum Beispiel auf Hering aus bestimmten Regionen des Nordost- und Nordwestatlantiks verzichten, obwohl er im Fischratgeber als grundsätzlich „grün“ eingestuft ist.  Insgesamt hat Greenpeace auf Basis einer mit Wissenschaftlern erarbeiteten Methode rund 115 Arten bewertet, unterteilt in 550 Wildfischbestände und 120 Herkunftsländer von Aquakultur-Fisch.

Ausnahmlos „rot“ stufte die Umweltorganisation Aal, Makrele, Rotbarsch und den in Deutschland beliebten Alaska-Seelachs ein. Doch gerade der Alaska-Seelachs erhielt erst kürzlich zum dritten Mal hintereinander das vom WWF initiierte MSC-Siegel. Die empfohlenen Fangmengen im östlichen Beringmeer und dem Golf von Alaska liegen dabei zum Teil unterhalb der staatlich ermittelten nachhaltigen Fangmengen.   Bild: Galkinvladimir/Ingimage   (Januar 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: Greenpeace

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