US-Kongress ändert Alaska-Seelachs Namen

Alaska-Seelachs darf in den USA ab sofort nur noch als „Alaska Pollock“ verkauft werden, wenn er tatsächlich aus Alaska kommt. Mit diesem neuen Gesetz setzte sich eine parteiübergreifende Initiative im Kongress durch, die eine Abgrenzung zu Pollock aus anderen Gebieten erreichen wollte (siehe Bericht auf dieser Website). Gleichzeitig wurde der lateinische Name von „Theragra chalcogramma“ in „Gadus chalcogrammus“ geändert, um die Verwandtschaft der Fischart zum Kabeljau deutlich zu machen. Das könnte Probleme beim Export nach Europa mit sich bringen, denn EU-Verordnungen geben „Theragra chalcogramma“ als Namen der Spezies vor.

Auf dem US-Markt ist Pollock (deutsch: Pollack) die Nummer fünf unter den beliebtesten Fischarten. Der Marktanteil russischer Fische liegt dabei nach Angaben des Verbandes „Genuine Alaska Pollock Producers“, einer Interessensgruppe von Erzeugern und Produzenten aus Alaska, bei über 40 Prozent. Der Verband erhofft sich vom neuen Gesetz einen Boom für den Verkauf von Pollock aus Alaska. In Deutschland ist Alaska-Seelachs die meistverkaufte Fischart und insbesondere für die Tiefkühlwirtschaft essentiell. Er wird überwiegend als zu Blöcken geformtes Fischfilet importiert. Der Großteil der Schlemmerfilets, Fischstäbchen und anderer panierter Fischprodukte wird daraus gefertigt.   (Januar 2016, Autor: Jörg Rüdiger   Quelle: Genuine Alaska Pollock

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