Studie: Deutschland führend in Geflügelhaltung

Deutschland ist mit seinen Standards in der Hähnchen- und Putenhaltung im internationalen Vergleich der 16 wichtigsten Geflügelländer führend. Das geht aus der vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) in Auftrag gegebenen Studie des Handelsblatt Research Instituts (HRI) hervor, dessen Präsident, Prof. Dr. Bert Rürup, die Studie auf dem dritten Zukunftsdialog der deutschen Geflügelwirtschaft in Berlin vorstellte. Insbesondere in der Putenfleischerzeugung geht Deutschland mit einer bindenden Selbstverpflichtung der Branche und den Bundeseinheitlichen Eckwerten über die allgemeinen EU-Mindestnormen hinaus.

Obwohl die konventionelle Geflügelhaltung der Studie zufolge mittlerweile globaler Standard ist, existieren erhebliche Unterschiede in der Art der Erzeugung und bei den nationalen und supranationalen Vorgaben. So müssen sich EU-Länder an vergleichsweise hohen Standards für die Gelfüglhaltung orientieren, während in Japan landwirtschaftlich genutzte Tiere vielfach explizit von Tierschutzbestimmungen ausgenommen sind.

Die starke EU-Regulierung hat jedoch in Ländern wie Schweden oder Österreich zur Folge, dass die Preise für Geflügelfleisch steigen und die Branche deshalb vermehrt auf günstige Importe zurückgreift. So kommt auch ein signifikanter Teil des deutschen Import-Geflügels aus Brasilien, wo es jedoch laut Studie keinerlei gesetzliche Regelungen zum Antibiotikaeinsatz gibt. Deshalb setzt sich der ZDG für die Einführung einer weitreichenden Herkunftskennzeichnung für Geflügelfleisch aus Deutschland ein.

Im Fokus der Studie stehen die größten Volkswirtschaften der Welt und der EU sowie fünf der sechs größten Geflügelfleischerzeuger der Welt. Anhand von zwölf Indikatoren wie Besatzdichte, Stallhygiene, Antibiotikaeinsatz sowie Ausbildung des Personals werden die gesetzlichen und gesetzesähnlichen Rahmenbedingungen in den 16 Ländern verglichen.   Bild: ZDG   (Februar 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: ZDG

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