Veggie-Kernmarkt wächst auf 454 Millionen Euro

Vegetarische und vegane Lebensmittel sprechen in Deutschland immer mehr Konsumenten an – der Markt boomt und ein Ende ist nicht in Sicht, wie die Ergebnisse des aktuellen „Branchenreport Vegetarisch & Vegan: Modeerscheinung oder nachhaltiger Wachstumsimpuls?“ des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Köln zeigen. Der Kernmarkt für derartige Lebensmittel wächst demnach auf 454 Millionen Euro.

Insbesondere die drei umsatzstärksten Warengruppen – vegetarische und vegane Fleisch- und Milchalternativen sowie der Bereich Frühstück mit pflanzlichen Brotaufstrichen, Müsli und Cornflakes – konnten in den vergangenen fünf Jahren ein deutliches Umsatzplus generieren: Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag bei fast 17 Prozent.

Die größte Dynamik zeigten dabei Molkereialternativen, wenn auch auf kleinem Niveau, gefolgt von Fleischalternativen. Auch andere Warengruppen, die bis dato nur für wenige Konsumenten interessant waren, wie vegane Säfte und Weine, sind seit kurzer Zeit im Aufschwung. Dieses Wachstum wird sich laut IFH-Prognosen auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Fleischlose Gerichte und Produkte sprechen indes nicht nur Konsumenten an, die sich konsequent vegetarisch oder vegan ernähren. Dazu zählen unter anderem Flexitarier, die sich größtenteils, aber nicht immer, fleischlos ernähren. Laut des IFH-Branchenreports macht ihr Anteil an der deutschen Bevölkerung knapp 24 Prozent aus – mit steigender Tendenz. Dagegen liegt der Anteil der „echten“ Vegetarier oder Veganer bei rund vier Prozent. Diese Zielgruppe ist zu 81 Prozent weiblich, überdurchschnittlich jung (bis 29 Jahre) und gut gebildet.   Bild (vegane Bratlinge): Kitty/Fotolia.com   (Februar 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: IHF Köln

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